Veranstaltungsinformationen
Datum & Uhrzeit
Eine Ausstellung des Projektes "Herkunft.Heimat.Heute. Nachhaltige Sicherung der niedersächsischen Heimatsammlungen aus den historisch ostdeutschen Gebieten" des Museumsverbandes für Niedersachsen und Bremen e. V. zum 75. Jubiläum des Landes Niedersachsen (2021).
Wohl wenig hat Niedersachsen seit seiner Gründung 1946 so sehr geprägt, wie die Ankunft von mehr als 1,8 Millionen Geflüchteten und Vertriebenen infolge des Zweiten Weltkriegs. Diese Menschen stellten 1950 etwa ein Viertel der Gesamtbevölkerung. Ihre Integration brauchte Zeit und Energie. Doch es war ein holpriger, ja teils steiniger Weg vom „Ihr“ zum „Wir“ – geprägt von Missverständnissen, Ablehnung, Entbehrungen, aber auch von unbändigem Aufbauwillen, Offenheit und gemeinsamer Arbeit.
In Zeiten des Mangels, der West- wie Ostdeutsche gleichermaßen traf, war dies eine große Herausforderung. Der Anfang in dem kriegszerstörten Land war schwer. Die Neubürgerinnen und Neubürger konkurrierten mit den Einheimischen um knappe Ressourcen, wie Wohnraum und Nahrung. Gleichzeitig halfen sie durch ihre Arbeitskraft, das Land wieder aufzubauen.
Eingliederung der Geflüchteten
Religiöse Differenzen trugen zur gelebten Ökumene bei. Die Ankunft der Flüchtlinge und Vertriebenen lässt sich bis heute an vielen Straßennamen mit osteuropäischen Bezug und den neu entstandenen Flüchtlingssiedlungen ablesen.
Die Ausstellung erzählt Geschichten, die exemplarisch die großen Anstrengungen verdeutlichen, die den Weg vom „Ihr“ zum „Wir“ geprägt haben. Ergänzt wird sie um lokale Aspekte, denn die junge Großstadt Salzgitter stand wie wohl kaum eine Stadt im damals geteilten Deutschland für die Herausforderungen dieser Zeit – und für deren Bewältigung.
Die Ausstellung
Die Ausstellung „Vom Ihr zum Wir. Flüchtlinge und Vertriebene im Niedersachsen der Nachkriegszeit“, die 2021 anlässlich des 75jährigen Jubiläums des Landes Niedersachsen vom Museumsverband für Niedersachsen und Bremen e.V. im Rahmen des Projektes „Herkunft.Heimat.Heute.“ erarbeitet wurde, zeigt auf, welche Beiträge
die Flüchtlinge und Heimatvertriebenen für die Gründung und die Entwicklung des Landes geleistet haben. Gerade in den Bereichen Wirtschaft und Kultur stellte der Zuzug von Flüchtlingen und Vertriebene eine Bereicherung für das Land Niedersachsen dar.
Ort: Zu sehen ist die Sonderausstellung „Vom Ihr zum Wir. Flüchtlinge und Vertriebene im Niedersachsen der Nachkriegszeit“ im Obergeschoss des Dauerausstellungsbereichs "Salzgitter - Die neue Stadt" im "Pferdestall" des Städtischen Museums Schloss Salder.
Der Zugang ist barrierefrei. Der Eintritt ist kostenlos.
Kontakt:
Stadt Salzgitter
Fachdienst Kultur
Städtisches Museum Schloss Salder
Museumstraße 34
38229 Salzgitter
E-Mail: museumstadt.salzgitterde